Situative Diagnostik

In der herkömmlichen psychologischen Diagnostik von Persönlichkeitsauffälligkeiten werden häufig marginale Gewohnheiten oder Verhaltensweisen generalisiert und als übergreifendes Charakteristikum der Persönlichkeit überinterpretiert. Beispiesweise wird gefragt "Lesen Sie gerne den Playboy?" oder "Vermeiden Sie größere Ansammlungen von Menschen?, um zu schlußfolgern, daß ein Mensch extra- oder intravertiert sei. Der situative Ansatz geht davon aus, daß jedes menschliche Erleben und Handeln sowohl von der Person (ihren Vorerfahrungen, Einstellungen, Vorlieben etc.) als auch der Situation (ihrem Aufforderungscharakter, Reizqualität, Konflikthaftigkeit) hervorgebracht wird.

Für die psychologische Persönlichkeitsdiagnostik zieht dieser Ansatz testkonstruktive Folgen nach sich: Die Wiederholung der Items in unterschiedlichen Situationsvorgaben eröffnet den Raum für neue Auswertungsmöglichkeiten psychologischer Tests, insbesondere die umfassende Auswertung ipsativer Meßwerte und einzelfallstatistischer Analysen der individuellen Stärken und Schwächen.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über das von uns publizierte Verfahren zur Messung von Handlungsmustern in Konfliktsituationen:

Situationsmuster - Das Grundlagenbuch für das situative Testsystem

neu: "Ebenen familiärer Beziehungen" (EFA) - Checkliste zu elterlichen Stärken und Schwächen - Online-Fragebogen

Fragebogen „Konfliktverhalten situativ“ (KV-S)

Fragebogen „Konfliktverhalten in der Familie“ (KV-Fam)

Das Auswertungsprogramm SIKON für Windows